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06.06.16

Mathieu Gines baut IDM-Führung aus

Rubrik: Rennsport

Das Team Van Zon - Remeha - BMW war beim dritten von acht Rennwochenenden der SUPERBIKE*IDM 2016 erneut auf dem Lausitzring unterwegs, wo die Fahrer der Klassen Superbike und Superstock 1000 gemeinsam mit den Vierrädern der Deutschen Tourenwagenmasters DTM vor großer Kulisse antraten.

 

 

Teamchef Werner Daemen hatte neben seinen IDM Piloten Mathieu Gines (SBK) und den Superstock-Jungs Marco Nekvasil aus Österreich und Pepijn Bijsterbosch aus den Niederlanden auch den Vorjahresmeister Markus Reiterberger, der inzwischen in der Superbike-Weltmeisterschaft unterwegs ist, an den Lausitzring mitgebracht. Doch der Bayer durfte nur zuschauen und sich zwischendurch auf der Moto Cross-Piste am Lausitzring vergnügen. Es fehlte im üblichen Fahrer-Quartett Nachwuchspilot Jan Bühn. Der war mit einem Infekt im Krankenhaus gelandet und konnte die Geschehnisse am Lausitzring nur aus der Ferne verfolgen. 


IDM SUPERBIKE Mathieu Gines (27) hatte wie alle anderen Piloten auch einen strammen Trainingsfreitag zu absolvieren. «Es gab durch einen geänderten Zeitplan nur ein freies Training und dann gleich die Qualifyings und die Superpole», schildert er. «Da muss alles passen.» Im ersten Training lief es für den Franzosen noch nicht ganz rund, doch alle Unklarheiten waren am Nachmittag beseitigt und am Ende landete er auf Platz 2 der Startaufstellung. «Meine Mannschaft hatte das Motorrad neu aufgebaut», schildert er, «und auch wenn alles gleich gemacht ist, fühlt es sich doch nicht gleich an und man muss sich erst wieder einschießen. Die geänderte Streckenführung ist nicht schwierig, aber der Eingang in die Kurzanbindung ist gewöhnungsbedürftig und man muss den Eingang wirklich exakt treffen.» Das erste Rennen endete für den Franzosen und seine Kollegen mit der roten Flagge auf Grund einer Ölspur. Der Sieger hiess nach 14 Runden zum dritten Mal in dieser Saison Mathieu Gines. «Schade für die viele Fans auf den Zuschauerrängen, dass es so früh zu Ende war», meinte Gines nach der Siegerehrung. «Bei uns gibt es ja doch ein paar mehr Überholmanöver zu sehen als bei den Autorennen.» Von seinem Start war der Sieger nicht wirklich begeistert. «Da ist die BMW echt noch neu für mich», erläutert er. «Wir kennen uns ja erst fünf Rennen lang. Später bin in an Florian Alt vorbei auf den zweiten Rang, als ich gesehen hatte, dass Danny de Boer die Führung übernommen hatte. Ja mir ist klar, dass er in der Superstock Wertung unterwegs war. Aber mit kalkuliertem Risiko wäre ich an ihm vorbeigekommen. Bis zur roten Flagge war es ein tolles Rennen.» 

IDM SUPERSTOCK 1000 Marco Nekvasil
(19) konzentrierte sich zwar voll auf seinen Job, warf aber in den langen Pausen für die Motorrad-Abteilung aber auch einen interessierten Blick auf die Vierrad-Szene. «Es ist schon spannend, das mal von Nahem zu sehen», erklärt der Österreicher. «Ich habe mich besonders für die Rennen der DTM und der ADAC GT Masters interessiert.» Mit seiner BMW musste er die geänderte Strecken-Führung im Vergleich zum Auftaktrennen zwar neu kennenlernen, doch er fand schnell Gefallen an der Herausforderung. «Das Bremsen ist anstrengend», erklärt er, «körperlich anstrengend und auch für das Motorrad eine Belastung. Aber ein Problem ist das nicht.» Das Rennen nahm Nekvasil von Startplatz 6 aus in Angriff und wurde am Samstag sauberer Fünfter. In der Verfolgergruppe gab Nekvasil den Ton an und setzte sich am Ende gegen die Attacken seiner Hintermänner durch. «Ich fühle mich eigentlich ganz wohl», beschreibt Nekvasil seine Gemütslage. «Beim letzten Rennen hat der Speed gestimmt und wir haben an der Lebensdauer der Reifen gearbeitet. Hier hat der Grip gestimmt, dafür hätte ich mir etwas mehr Speed gewünscht. Schade, dass ich nicht weiter vorne gelandet bin, aber ich muss aus dem Tief eben wieder rauskommen.» 

Pepijn Bijsterbosch (26) kannte die Auto-Variante des Lausitzring schon aus dem Vorjahr und kam gleich gut klar, auch wenn es schwer war, eine freie Runde zu erwischen. «Bei der Abstimmung kann man etwa 80 Prozent übernehmen», lautet seine Einschätzung. «Und die restlichen 20 Prozent kriegt man auch gut hin. Der Zeitplan, durch den alle Trainings bereits am Freitag über die Bühne gingen, war natürlich für uns alle mühsam.» «Zufrieden mit Platz 6?», so die Frage. «Jein», die Antwort von Pepijn Bijsterbosch. «Das Rennen hätte länger gehen müssen, denn ich war in der Verfolgergruppe etwas schneller als die anderen. Sehr gut war, dass ich die schnellen Rundenzeiten konstant fahren konnte. Wäre ich eine Gruppe weiter vorne dabei, könnte ich auch das Tempo gehen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.» 

 

Am Sonntag hatten die Piloten der SUPERBIKE*IDM früher Feierabend als ihnen lieb war. Schon während der Startaufstellung zogen dunkle Wolken über den Lausitzring. Vier Runden hielten der Himmel seine nasse Fracht noch zurück. Doch dann schüttete es in wenigen Augenblicken was das Zeug hielt und setzte die komplette Strecke unter Wasser. Die Rennleitung musste auch den geplanten Re-Start abblasen. Durch die zahlreichen Autorennen war derart viel Gummiabrieb auf dem Asphalt, dass dies in Zusammenhang mit dem Regen zu einer gefährlichen Rutschpartie geworden wäre. Nach dem Motorsport-Festival auf dem Lausitzring hat die SUPERBIKE*IDM eine kurze Pause. Erst Anfang Juli geht es weiter, dann mit dem Heimrennen des Team van Zon-Remeha-BMW im belgischen Zolder. 

Ergebnis Training/Startaufstellung 

1.    1.19,678 Marvin Fritz/Yamaha

2.    1.19,754 Mathieu Gines/BMW

3.    1.20,015 Danny de Boer/Yamaha

4.    1.21,079 Marco Nekvasil/BMW

5.    1.21,614 Pepijn Bijsterbosch/BMW

 Ergebnis Rennen 1 IDM Superbike 

1.    Mathieu Gines/BMW

2.    Florian Alt/Yamaha

3.    Marvin Fritz/Yamaha

 Ergebnis Rennen 1 IDM Superstock 1000 

1.    Danny de Boer/Yamaha

2.    Roman Stamm/Kawasaki

3.    Luca Grünwald/Yamaha

4.    Marco Nekvasil/BMW

5.    Pepijn Bijsterbosch/BMW

 Punktestand nach 6 von 16 Rennen IDM Superbike 

1.    105 Punkte Mathieu Gines/BMW

2.    90 Punkte Marvin Fritz/Yamaha

3.    78 Punkte Max Neukirchner/Yamaha

 Punktestand nach 6 von 16 Rennen IDM Superstock 1000 

1.    111 Punkte Luca Grünwald/Yamaha

2.    110 Punkte Danny de Boer/Yamaha

3.    67 Punkte Marco Nekvasil/BMW

4.    49 Punkte Jan Bühn/BMW

35 Punkte Pepijn Bijsterbosch/BMW

 

 



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