Ausflug zum Nachbarn

Rubrik: Rennsport

Rennbericht - IDM Salzburgring 1. bis 3. Juli 2011

 

Für das im bayrischen Stephanskirchen stationierte Team alpha Technik - Van Zon – Kraftwerk - BMW war das vergangene Wochenende ein ganz besonderer Termin im Kalender der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM).
Das fünfte von acht Rennwochenenden fand vom 1. bis zum 3. Juli auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke des Salzburgrings in Österreich, also quasi vor der Haustüre, statt. Mit am Start waren die Superbike-Piloten Damian Cudlin, Marc Wildisen und Markus Reiterberger. Teammanager Werner Daemen agierte erneut im Training als Testpilot.
Cudlin und Wildisen holten gemeinsam 33 Meisterschaftspunkte und durften am Ende des Wochenendes zusammen mit BMW die Führung in der IDM-Markenwertung feiern.
 
Eine grosse Herausforderung waren beim Ausflug ins benachbarte Ausland die ständig wechselnden Wetterbedingungen. Von Sonnenschein bis zu strömendem Regen war in den drei Tagen alles geboten. Der Australier Damian Cudlin eroberte im Training den sechsten Startplatz. «Für das Rennen bin ich zuversichtlich», verriet Cudlin. «Ich konnte meine Zeiten auch alleine fahren und war im Abschlusstraining mit einem Rennreifen unterwegs. Wir haben uns ganz auf die Performance für den Sonntag konzentriert.» Nach dem 4. Platz im ersten Rennen, bekam Cudlin ein dickes Lob von Teammanager Werner Daemen, der in den letzten beiden Jahre alle IDM-SUPERBIKE-Läufe in Salzburg gewonnen hatte. «Unser Paket war nicht ganz perfekt», musste der Belgier zugeben, «aber Damian hat das Maximum draus gemacht.» Im zweiten Rennen sah es für Cudlin nach dem Start besser aus. Als Dritter hatte er sich eingereiht. Doch das Glück währte nicht lange. «Ich bin vor der Schikane mit einem übermütigen Konkurrenten kollidiert, dessen Bremsmanöver zu gewagt war. Dadurch fiel ich zurück, was sehr ärgerlich war.» Bis zur 10. Runde hatte sich der BMW-Piloten bereits wieder auf den 6. Platz nach vorne gearbeitet, als der Abbruch kam. Über die gesamte Renndistanz hatte es getröpfelt. «Als der Abbruch kam», schildert Cudlin, «hatte es schon wieder aufgehört. Man hätte durchfahren können. Gewertet wurde dann die neunte Runde, und da war ich noch als Siebter unterwegs.»
 
Marc Wildisen, der von Startplatz 19 ins Rennen gegangen war und sich fürs Rennen ein wenig mehr Traktion am Hinterrad gewünscht hatte, wurde am Vormittag 13. «Das hätte ich nach seiner langen Verletzungspause wie schon bei seiner guten Leistung am Sachsenring gar nicht erwartet», gestand Daemen. «Er ist gerade mal eine Sekunde nach Ex-Weltmeister Karl Muggeridge, der als IDM-Leader nach Salzburg gekommen war, ins Ziel gekommen. Nach der Zufriedenheit in Lauf 2 gefragt, bei dem Wildisen Elfter wurde, antwortete Wildisen mit einem «Jein». «Ich war in einer Gruppe unterwegs, die sich nicht einig war», erklärt der Schweizer, «und ich war mitten drin eingeklemmt. Als ich endlich an Muggeridge vorbei war, konnte ich schneller fahren. Aber der Zug nach vorne war schon ohne mich abgefahren. Dann kam auch schon der Rennabbruch. Mit den Rundenzeiten bin ich zufrieden. Bei der Platzierung hätte mehr bei raus springen können. Aber als nächster Termin steht der IDM-Lauf auf dem Schleizer Dreieck auf dem Kalender. Das ist eine meiner Lieblingsstrecken.»
 
Als Gastfahrer für das Team alpha Technik - Van Zon – Kraftwerk - BMW war wieder Markus Reiterberger unterwegs. Und wieder überzeugte der Bayer, der sonst im FIM Superstock 1000 Cup am Start ist, mit einer sauberen Leistung und den Plätzen 14 und 9 in den beiden Wertungsläufen der IDM SUPERBIKE. «Es ist schon schwer, mit meiner BMW, die nach Stocksport-Reglement aufgebaut ist, schnelle Rundenzeiten zu fahren», meinte Reiterberger nach Startplatz 13. «Mein Motorrad hat ein paar Kilo mehr auf den Rippen als die IDM-Bikes.» «Markus ist wirklich ein großes Talent», bescheinigte ihm Werner Daemen. «Obwohl es hier sein Heimrennen war, hat er sich nicht unter Druck setzen lassen. Er muss nur noch Kleinigkeiten verbessern. Aber wenn er im Rennen hinter Leuten wie Andreas Meklau und Jörg Teuchert unterwegs ist, kann er viel lernen. Doch er ist immer auf der sicheren Seite und puscht nie zuviel.» Nach dem zweiten Rennen durfte sich Reiterberger dann über seine Top-Ten-Platzierung freuen. «Nach dem Start war ich sogar Fünfter», verriet er. «Aber ich habe mich zurückgehalten, da es ständig getröpfelt hat und das schon ein komisches Gefühl war.»

 

Ergebnisse Salzburgring

Ergebnis Training/Startaufstellung:
 
1. 1.18,750  Filip Altendorfer
2. 1.18,881  Michael Ranseder
3. 1.19,005  Ghisbert van Ginhoven
4. 1.19,049  Andreas Meklau
6. 1.19,309  Damian Cudlin
12. 1.19,586  Werner Daemen
13. 1.19,710  Markus Reiterberger
19. 1.20,517  Marc Wildisen
 
Ergebnis Rennen 1
 
1. Michael Ranseder
2. Martin Bauer
3. Ghisbert van Ginhoven
4. Damian Cudlin
13. Marc Wildisen
14. Markus Reiterberger
 
Ergebnis Rennen 2
 
1. Filip Altendorfer
2. Michael Ranseder
3. Ghisbert van Ginhoven
7. Damian Cudlin
9. Markus Reiterberger
11. Marc Wildisen
 
Punktestand nach 10 von 16 Rennen
 
1. 146 Punkte Martin Bauer
2. 134 Punkte Karl Muggeridge
3. 129 Punkte Michael Ranseder
4. 120 Punkte Damian Cudlin
5. 119 Punkte Matej Smrz
18. 18 Punkte Marc Wildisen



alpha Technik · Fon: +49 (0) 80 36 . 30 07-20 · Fax:+49 (0) 80 36 . 30 07-29 · Kontakt · Impressum· AGB · Rechtliche Hinweise · Presse · Sitemap